HTC Vive

HTC Vive TestDer größte und vielversprechendste Konkurrent der Oculus Rift: Die HTC Vive VR Brille! Das Gerät wurde nur einen Monat nach der Rift veröffentlicht und ist vor allem durch die innovative Bewegungssteuerung bekannt geworden. Die Brille ist jedoch um einiges teurer als die Oculus Rift und benötigt einen sehr leistungsfähigen Computer, damit alles funktioniert. HTC kooperiert bei der HTC Vive mit Steam – gemeinsam wurde mit SteamVR ein Spielemarktplatz für Virtual Reality Spiele entwickelt. Wie auch bei den anderen VR Brillen gibt es immer mehr Software, die mit der Vive verwendet werden kann. In diesem Beitrag bekommst du einen Einblick in die Vor- und Nachteile des Gerätes aus dem Hause HTC.

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Maße & Gewicht

Die HTC Vive kommt zurzeit auf ungefähr 470 Gramm. Damit wiegt die Brille gleich viel wie die Oculus Rift. Hier hat der Hersteller jedoch heimlich nachgebessert: Die ersten Versionen der Brille wogen deutlich mehr – in den letzten Auslieferungsversionen hat man das Gewicht also heimlich um mehr als 15% reduziert. Dies wurde anscheinend mit der Verwendung leichterer Materialen erreicht.

Zwar machen sich zusätzliche 470 Gramm auf dem Kopf durchaus bemerkbar, das elastische Kopfband sorgt jedoch dafür, dass das Gewicht optimal verlagert wird und man somit keine Beschwerden im Halsbereich bekommt. Die Grundversion der HTC Vive hat leider keine integrierten Kopfhörer, mittlerweile wurde jedoch ein sogennanter „Deluxe Audio Strap“ entwickelt, den man sich zusätzlich kaufen kann. Wer das nicht braucht, kann normale Kopfhörer verwenden – die Vive verfügt über einen herkömmlichen Klinkenstecker.

Hardware

HTC Vive

Der Bildschirm der HTC Vive wird von Testern immer wieder besser eingestuft als der Bildschirm der Oculus Rift. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass das Sichtfeld etwas größer ist als bei der Rift und bei der HTC das klassische Fliegengitter-Muster nicht so sehr auffällt wie bei vergleichbaren VR Brillen. Die Immersion ist also um einen Tick besser als bei der Rift.

Damit man während dem Spielen auch mit der Realität interagieren kann, befindet sich auf der Vorderseite der Brille eine Kamera. Viele loben das gute Tracking der Vive. Zusätzlich zu den mehr als 32 Sensoren in der Brille, gibt es externe Laser-Sensoren („Lighthouse“), die ein Full-Room-Tracking ermöglichen. Im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten ermöglicht es die HTC Vive also, sich im ganzen Raum frei zu bewegen (max. 5×5 Meter), was neue Möglichkeiten bei diversen Spielen bietet. Keine Sorge: Damit man während dem Zocken nicht mit Möbelstücken oder anderen Personen kollidiert, erkennt das System den Rand der Spielfläche und blendet In-Game eine Barriere ein.

Beide Displays kommen gemeinsam auf 2160×1200 Pixel – pro Auge 1080×1200 Pixel. Eine konstante Bildwiederholrate von 90 Hz sorgt dafür, dass man während dem Spielen kein Übelkeitsgefühl bekommt. Damit das funktioniert, muss der PC jedoch eine ordentliche Leistung erbringen (dazu weiter unten mehr).

Controller

HTC Vive Controller

Obwohl das Tracking des Vive Systems außerordentlich gut funktioniert, braucht man Controller, mit denen man die Software mit den Händen steuern kann. Im Lieferumfang befinden sich zwei ergonomisch geformte VR Controller, mit denen man die Eingabe machen kann. Abhängig von der verwendeten Software verwandeln sich die Controller im Programm in einen Pinsel, in eine Waffe oder in Hände. Neben dem großen Button in der Mitte gibt es kleine weitere Buttons, mit denen man in Menüs, etc. navigieren kann.

Laut Hersteller hält ein Vive Controller mit den 960 mAh bis zu 4 Stunden. Dann kann er bequem per micro USB wiederaufgeladen werden.

Software/Spiele

Zwar hat die Oculus Rift mehr Spiele im Angebot als die HTC Vive, Experten gehen jedoch davon aus, dass die Vive in den kommenden Jahren stark aufholen wird, schließlich hat man mit der Vive Zugriff auf SteamVR, einem großen Marktplatz für Virtual Reality Games.

Systemvoraussetzungen

Wie bereits weiter oben angekündigt, braucht die HTC Vive einen sehr starken Computer, damit überhaupt irgendwas funktioniert. Wer zumindest ruckelfrei spielen möchte, der muss die folgenden Mindestvoraussetzungen beachten, schließlich werden alle 3D-Elemente nicht in der Brille, sondern im eigenen PC berechnet.

Mindestanforderungen laut HTC:

  • AMD Radeon R9 290 oder besser / NVIDIA Geforce GTX 970 oder besser
  • CPU Intel Core i5-4590 oder besser / AMD FX-8350 oder besser
  • mindestens 4 Gigabyte Arbeitsspeicher
  • 1x HDMI 1.4
  • 1x USB 2.0 oder USB 3.0
  • Windows 7 oder neuer
  • Internetzugang

Neben den Systemvoraussetzungen sollte man auch beachten, dass für ein nahtloses Spielerlebnis eine freie Fläche von mehr als 1,5 x 2 Meter mindestens nötig ist.


Fazit: Unsere Meinung zur HTC Vive

Das Gerät aus dem Hause HTC überzeugt vor allem mit nahtlosem Motion-Tracking und ermöglicht im Gegensatz zu anderen Geräten das Tracking im gesamten Raum. Damit ist die HTC Vive den Mitbewerbern bereits einen Schritt voraus. Was die Spielevielfalt angeht, ist die Oculus Rift zurzeit in der Pole Position, wir sind uns jedoch sicher, dass die Vive früher oder später aufholen wird. Vor allem SteamVR ist eine herausragende Plattform für die Verbreitung und den Kauf neuer Virtual Reality Games.

Was die Systemvoraussetzungen angeht, ähnelt die Vive den Mindestanforderungen der Oculus Rift. Wer sich zusätzlich zur Brille einen neuen PC kaufen muss, den könnte die Investition teuer zu stehen kommen.

Nichtsdestotrotz gehört die HTC Vive zu den besten VR Brillen am Markt und empfiehlt sich für alle Gamer, die ab jetzt in Virtual Reality spielen möchten. Wir empfehlen vor dem Kauf einen Blick in die Liste der VR Games für HTC Vive.